Unser Beitrag für Ihre Sicherheit


Der Schornsteinfeger ist längst nicht mehr „nur“ für saubere Schornsteine zuständig. Er kümmert sich heute um viele andere Dinge, die mit dem Betrieb von Feuerstätten zu tun haben. Das Schornsteinfegerhandwerk hat die Aufgabe, Gasfeuerungsanlagen im Rahmen der Kehr- und Überprüfungsordnung jährlich bzw. zweijährlich wiederkehrend auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Bei dieser Abgaswegüberprüfung wird festgestellt, ob die Abgase von Gasfeuerstätten einwandfrei ins Freie abziehen können, oder ob sie in der Wohnung verbleiben, und somit Personen durch Vergiftungen schädigen können.

Verbrennungsluftversorgung

Es muss sicher gestellt sein, das ausreichend Verbrennungsluft auch bei geschlossenen Fenstern und Türen nachströmen kann, andernfalls kommt es zu einem Abgasrückstau. Die Aufstellräume müssen nach örtlicher Beurteilung mit anderen Räumen durch Verbrennungsluftöffnungen verbunden oder eine Verbrennungsluftversorgung über die Außenwand ins Freie hergestellt werden.

Allein schon die Modernisierung oder Renovierung der Wohnung kann dazu führen, das die vorher vorhandenen natürlichen Undichtigkeiten beseitigt werden und die Verbrennungsluftversorgung danach nicht mehr ausreicht, denn die heutigen Fenster und Türen sind dem Stand der Technik nach mit Dichtungen ausgestattet, die eine luftdichte Gebäude- bzw. Wohnungshülle gewährleisten sollen. Die luftdichte Bauweise ist in der Energieeinsparverordnung (2007) vorgegeben, bei raumluftabhängigen Feuerstätten ist dabei allerdings eine ausreichende Verbrennungsluftversorgung sicher zu stellen, Lösungen hierfür müssen im Einzelfall vor Ort gesucht werden. Eine ausreichend Verbrennungsluftversorgung ist auch bei Feuerstätten für feste und flüssige Brennstoffe (z.B. Kaminofen oder Kachelofen) sicher zu stellen, damit es nicht zu Funktionsstörungen oder Kohlenmonoxidvergiftungen kommt.

Abgasanlagen

Die Abgasanlagen sind Abgasrohre, Abgasleitungen und Schornsteine, sie werden auf ihren freie Querschnitt hin überprüft, Ablagerungen werden bei der Überprüfung vom Schornsteinfeger entfernt um den freien Querschnitt herzustellen. Für die einwandfreie Funktion ist auch die ausreichende Verbrennungsluftversorgung erforderlich.

Abgasaustritt

Konstruktionsbedingt, raumluftabhängige Betriebsweise, kann es bei Störungen zu Abgasaustritt kommen. Die Ursachen können sein :

  • Nicht ausreichende Verbrennungsluftversorgung
  • Verschmutzte Lüftungseinrichtungen
  • Verschmutzungen in der Abgasführung (Abgasrohr , Abgasanlage oder Schornstein )
  • Verschmutzungen im Heizschacht/Wärmetauscher
  • Schäden an der Feuerstätte
  • Zusätzliche motorische Lüftungs- bzw. Entlüftungseinrichtungen
  • Störungen an Absperreinrichtungen in der Abgasführung
  • Manipulationen an der Feuerstätte (Veränderungen an der Feuerstätte haben rechtliche Konsequenzen, die Betriebserlaubnis erlischt, Versicherungsleistungen können gekürzt oder sogar verwehrt werden)

Messung des CO-Gehaltes

Bei der Abgaswegüberprüfung wird nach den Sicht- und Sicherheitsüberprüfungen der CO-Gehalt gemessen. Wird ein CO-Gehalt zwischen 500 und 1000 ppm festgestellt, wird eine Wartung vom Schornsteinfeger empfohlen, damit der Wert reduziert werden kann. Bei einem Wert von mehr als 1000 ppm CO im unverdünnten Abgas, ist unverzüglich von einem Fachunternehmen eine Wartung durch zu führen. Im Anschluß an diese Wartung muß eine Nachprüfung durch den Schornsteinfeger erfolgen. Handelt es sich bei der Feuerstätte um eine Anlage bei der auch eine Immissionsschutzmessung durchzuführen ist, wird diese Messung erst nach der Wartung durchgeführt. Eine Feststellung des Abgasverlustes macht bei der ersten Überprüfung mit zu hohem CO-Gehalt keinen Sinn, da sich die Werte nach der Wartung ohnehin ändern können und somit zwei Immissionsmessungen durchgeführt werden müssten. Damit Sie Kosten einsparen, wird daher die Immissionsschutzmessung erst nach Beseitigung der Mängel durchgeführt.