Bei der Abgaswegüberprüfung wird nach den Sicht- und Sicherheitsüberprüfungen der CO-Gehalt gemessen. Wird ein CO-Gehalt zwischen 500 und 1000 ppm festgestellt, wird eine Wartung vom Schornsteinfeger empfohlen, damit der Wert reduziert werden kann. Bei einem Wert von mehr als 1000 ppm CO im unverdünnten Abgas ist unverzüglich von einem Fachunternehmen eine Wartung durch zu führen. Im Anschluß an diese Wartung muß eine Nachprüfung durch den Schornsteinfeger erfolgen. Handelt es sich bei der Feuerstätte um eine Anlage bei der auch eine Immissionsschutzmessung durchgeführt werden muß, wird diese Messung erst nach der Wartung durchgeführt. Eine Feststellung des Abgasverlustes macht bei der ersten Überprüfung mit zu hohem CO-Gehalt keinen Sinn, da sich die Werte nach der Wartung ohnehin ändern können und somit zwei Immissionsmessungen durchgeführt werden müssten. Damit Sie Kosten einsparen, wird daher die Immissionsschutzmessung erst nach Beseitigung der Mängel durchgeführt.

Eine Statistik aus dem Jahr 2005 belegt eine Anzahl von mehr als 1.600.000 Mängeln unterschiedlicher Art an Feuerungsanlagen in Niedersachsen. In einem Infoflyer zur Änderung der Kehr- und Überprüfungsverordnung vom 14.12.2006 zum 01.01.2007 wurde hierüber informiert. Es gab eine positive Bilanz in Deutschland mit einem traurigen Vergleich aus den EU-Ländern:

CO-Unfälle im EU-Vergleich

Belgien 200 Tote bei 9 Mio.Einwohnern
Frankreich
400 Tote bei 60 Mio.Einwohnern
Polen 150 Tote bei 38 Mio.Einwohnern
Ungarn 50 Tote bei 10 Mio.Einwohnern
Großbritanien 60 Tote bei 58 Mio.Einwohnern
Deutschland 5 Tote bei 80 Mio.Einwohnern