Die Feuerstättenschau wird zweimal in sieben Jahren vom zuständigen Bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger durchgeführt. Hierbei werden die Feuerungsanlagen in allen Räumen, auch dort wo keine jährlich oder alle zwei Jahre wiederkehrende Überprüfungen durchgeführt werden, in Augenschein genommen. Bei der Feuerstättenschau setzt der Bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger gegenüber den Eigentümern durch schriftlichen Bescheid fest, welche Schornsteinfegerarbeiten innerhalb welchen Zeitraumes zu erfolgen haben (Feuerstättenbescheid). Widerspruch und Anfechtungsklage gegen den Feuerstättenbescheid haben keine aufschiebende Wirkung.

Es wird darauf geachtet, das keine Schäden an den Feuerstätten, Verbindungsstücken und Schornsteinen/Abgasanlagen entstanden sind, die den sicheren Betrieb beeinträchtigen oder eine Brandgefahr darstellen können. In einem Bericht wird die Anzahl der überprüften Feuerstätten, Abgasanlagen und Brennstoffversorgungsleitungen aufgeführt, Beanstandungen vermerkt, und eine angemessene Frist zur Mängelbeseitigung festgelegt. Die vorgefundenen Mängel werden dann noch in einem Mängelbericht beschrieben. Kann eine Frist nicht eingehalten werden, muss dies abgesprochen werden und ggf. kann eine Fristverlängerung gegeben werden, dies kann aber nur im Einzelfall besprochen werden.

Wenn keine Einigung getroffen werden kann, weil es sich um einen erheblichen Mangel handelt, von dem gesundheitliche Gefährdungen oder eine Brandgefahr ausgeht, muss die zuständige Bauordnungsbehörde zur weiteren Entscheidung oder Maßnahme beteiligt werden. Auch die Sicherheitseinrichtungen werden auf einen ordnungsgemäßen Zustand hin überprüft, z.B. die Leiter zum Bodenraum oder für den Dachfensterausstieg, weiterhin die Zuwegungen auf dem Dachboden, gerade bei großen Gebäuden sind auf den oberen Balkenlagen Laufbohlen für das erreichen der Schornsteine erforderlich. Aber auch die Arbeitswege auf der Dachfläche gehören dazu, so kann es auch erforderlich sein das nach einem Umbau oder einer neuen Dacheindeckung neue Maßnahmen für die Verkehrswege getroffen werden müssen. Z.B. wird ein bislang für den Schornsteinfeger freier Bodenraum zu einem Zimmer oder Wohnung ausgebaut, die Ausstiegöffnung oder Reinigungsverschlüsse sind dann einfach verschlossen, verdeckt oder ausgebaut, hier muss dann ein neuer Weg für die sichere Arbeitsausführung gefunden werden.